CSD-Wendland-Altmark
Wir gehen für vielfältiges Leben & Lieben auf die Straße!

CSD Wendland-Altmark  spendet 700 €

Zwei Neuerungen bot der CSD Wendland-Altmark in diesem Jahr: Zum einen führte
die Demonstration für die Rechte der LSBTIQ (Abkürzung für Lesben, Schwule, BiSexuelle, Transgender, Intergeschlechtliche und queere Menschen) - Gemeinschaft erstmalig durch Lüchow. Und sorgte so Ende Juli diesen Jahres für deutlich mehr Sichtbarkeit!

An die 400 Teilnehmende feierten nicht nur bisher Erreichtes. Die Forderung nach mehr Akzeptanz, Schutz und Unterstützung war ebenso Thema wie die Solidarität mit diskriminierten queeren Menschen in europäischen Staaten wie Polen, Slowenien oder Ungarn. Ganz zu schweigen von den Menschen der queeren Community, die immer noch weltweit von Verhaftung, Folter oder Mord bedroht werden.

Die Veranstalter*innen werteten den ersten CSD in der Kreisstadt als Erfolg, viele positive Rückmeldungen haben dies bestätigt.
Zum anderen konnte das CSD-Team in diesem Jahr eine höhere Summe spenden. Denn während der Demonstration und beim ¡queer festival!, das nachmittags in Diahren stattfand, wurde kräftig Geld gesammelt. So kamen 700 € zusammen, die die Organisator*innen-Gruppe jetzt an „checkpoint queer“ aus Lüneburg spendet.

Der „checkpoint queer“ ist der Treffpunkt für Menschen und Gruppen aus der Lüneburger Region (und eben auch bis ins Wendland), die einen Schwerpunkt auf LSBTIQ - Themen haben. Geboten wird eine queere Bibliothek, sowie Beratung und Testangebote im Gesundheits- und Präventionsbereich von sexuell übertragbaren Krankheiten, als auch zum Thema Geschlechtsidentität an. Möglich wurde diese satte Spende durch die große Unterstützung zum CSD und
dem ¡queer festival!: Viele Menschen haben sich eingebracht und Tresen gemacht, Getränke und Kuchen bereitgestellt, Deko gekauft, auf Honorar verzichtet,
Druckkosten übernommen, geplant und organisiert ....

José und Tobias vom „checkpoint queer“ nahmen stellvertretend am Dienstag die Spende in Diahren entgegen. „Gerade in Zeiten der Pandemie liegen viele Gruppen brach und eure Unterstützung hilft uns dabei, diese wieder aufleben zu lassen“, so Tobias Schnackenbeck. Die 700 € sollen den Gruppen TransLG und Safe Space Queer für Geflüchtete zugute kommen.

BU: Symbolisch wurde von Katrin Karmann und Melanie Collier eine der CSD Spendendosen übergeben. José Mommertz und Tobias Schnackenbeck vom
checkpoint queer nahmen sie in Diahren entgegen.(v.l.n.r.)

#checkpointqueer 
Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, dort hatte ich kaum Berührungspunkte mit unserer Community.
Die Berührungspunkte die ich hatte, waren nicht oft positiv.
Dies lag sicherlich auch an der Aufgeklärtheit der Menschen dort.
Ich hebe dies hervor, weil das Wendland eine relativ große Region ist, die aus vielen kleinen Orten besteht. Nichts desto-trotz schafft ihr es durch gelebte Toleranz die Community zusammen zu bringen und Menschen auch über die Region hinaus zu erreichen und aufzuklären. Dies ist eine enorme Leistung und wir vom checkpoint-queer sind froh, zur selben Community zu gehören und bedanken uns für eure Unterstützung.
Gerade in den Zeiten der Pandemie brachen auch bei uns Gruppen ein und lagen Projekte brach und eure Unterstützung hilft uns dabei, diese wieder aufleben zu lassen.
Unter anderem würden wir gerne wieder Energie in unseren Safe-Space stecken. Der Safe-Space ist unser Projekt für queere Geflüchtete, die vielerorts als marginalisierte Gruppe nicht mit-erwähnt werden. Dies wollen wir ändern und Sichtbarer machen, damit auch queere Geflüchtete einen Zugang zu unserer Community finden.
Durch gesunkene Inzidenzen und gelockerte Hygienemaßnahmen, darf sich auch der TransLG wieder treffen. In dem Zusammenhang können Menschen, die transident oder nicht-binär sind, sich mit anderen austauschen und auch Hilfsmittel wie zB. Binder, Packer und BH’S an- und ausprobieren.
Der Checkpoint-Queer sagt vielen lieben Dank!